Der neue Weltverband World Boxing kann noch vor dem Beginn der Olympischen Spiele einen großen Erfolg vermelden: Die Boxing Federation of India hat sich entschieden, dem neuen Verband beizutreten. Ein Zuwachs mit enormer sportpolitischer Signalwirkung.
Die IBA verspricht Boxerinnen und Boxern, die bei den Olympischen Spielen erfolgreich sind, Preisgelder. Dabei hat der Verband mit den Spielen seit 2019 rein gar nichts mehr zu tun. Das IOC antwortet mit einer Klarstellung.
Am vergangenen Montag kam es in Lausanne zu ersten offiziellen Gesprächen zwischen dem neuen Weltverband des olympischen Boxens »World Boxing« und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC).
Vom 4. bis zum 14. April 2024 fand im kroatischen Poreč die U19-Europameisterschaft der EUBC statt. 33 Nationalverbände hatten insgesamt 220 Boxer und 110 Boxerinnen in die Stadt an der Adria entsendet. Die Ukraine erkämpfte mit insgesamt 8 Goldmedaillen Platz 1 im Medaillenspiegel.
Die ASOIF (Association of Summer Olympic International Federations) beschloss den Ausschluss der IBA und folgte damit erwartungsgemäß der Entscheidung der IOC-Session zur endgültigen Suspendierung der IBA im Sommer 2023. Wächst damit die Erkenntnis der IBA, mit der olympischen Zukunft des Boxens nichts mehr zu tun zu haben?
Das Internationale Olympische Komitee (IOC), die IBA und der neue Weltverband »World Boxing« reagierten auf die Entscheidung des Sportgerichtshofes nun mit ersten Stellungnahmen. Dabei setzte das IOC erstmalig eine Frist. Wir fassen die Stellungnahmen zusammen.
Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) wies heute am 2. April 2024 die Beschwerde des Boxverbandes gegen seinen Ausschluss aus dem Kreis der olympischen Sportverbände endgültig ab. Rechtsmittel dagegegn sind nur noch aus formalen Gründen möglich. World Boxing dürfte nun Aufwind bekommen.
Ab 2025 soll in ausgewählten Landesverbänden das »Tele Judging« getestet werden. Punktrichter*innen sollen dann vom heimischen Schreibtisch zu Wettkämpfen zugeschaltet werden. Eine enorme Einsparung an Personal und Ressourcen.
Unmissverständlich wies das IOC darauf hin, dass die IBA keine Rolle mehr spiele und Boxen nach aktuellem Stand für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles nicht Teil des Programms sei. Die nationalen Boxverbände müssten sich in einem neuen Weltverband organisieren.
Die Generalsekretärin des russischen Boxverbandes Tatyana Kiriyenko soll dies damit begründet haben, dass russische Boxer niemals unter neutraler Flagge starten würden, weil sie dabei das Gefühl hätten, ihr Land zu verraten.