Eine 100%ige Sicher­heit wird es nicht geben: Das Ziel ist den­noch, die Trai­nings­ein­hei­ten best­mög­lich gegen Infek­ti­ons­ein­trä­ge und ‑über­tra­gun­gen abzu­si­chern. Daher dür­fen am Trai­ning in der Sport­hal­le nur best­mög­lich Geimpf­te oder nach­weis­lich Gene­se­ne teil­neh­men. Dazu kommt noch ein Bün­del wei­te­rer Maß­nah­men. Nega­ti­ve Schnell­tests rei­chen für eine Trai­nings­teil­nah­me aus­drück­lich nicht.

Die durch das neu­ar­ti­ge Coro­na-Virus SARS-CoV‑2 aus­ge­lös­te Erkran­kung COVID-19 ver­brei­tet sich seit Dezem­ber 2019 welt­weit mit einer hohen Dyna­mik in wie­der­hol­ten Infek­ti­ons­wel­len. Die Pan­de­mie betrifft auch den Sport stark. Auf die­ser Sei­te wol­len wir dar­über infor­mie­ren, wie die Box­ab­tei­lung ihren Weg durch die­se Pan­de­mie plant und steuert.

Beson­ders betrof­fen sind Kon­takt­sport­ar­ten, also auch wir als Box­sport­ler. Die Box­ab­tei­lung hat­te ange­sichts der Ent­wick­lung der Pan­de­mie ihren Trai­nings­be­trieb schon am 10. März noch vor dem all­ge­mei­nen Lock­down eingestellt.

Seit­dem Sport in den ver­schie­de­nen Stu­fen wie­der erlaubt ist, bie­ten wir wie­der Trai­ning an. Im Rah­men des­sen, was erlaubt, sinn­voll orga­ni­sier­bar und ver­ant­wort­bar ist.

Weil wir aber aktu­ell und auch auf län­ge­re Sicht von box­sport­li­cher Nor­ma­li­tät noch weit ent­fernt sein dürf­ten, haben wir die­se Sei­te ein­ge­rich­tet, wo wir Infor­ma­tio­nen über unse­ren Umgang mit der Pan­de­mie bün­deln wollen.

Auf unse­rer Web­site haben wir in den zurück­lie­gen­den Mona­ten aus box­sport­li­cher Per­spek­ti­ve oft über Coro­na berich­tet. Eine Samm­lung unse­rer Arti­kel fin­dest du unter fol­gen­dem Link (Link öff­net neu­es Brow­ser­fens­ter): https://www.st-pauli-boxen.de/tag/corona


Corona-Informationsmaterial für Mitglieder


Informationen über die Erkrankung

Pro­fil der Erkran­kung COVID-19

Die durch das neu­ar­ti­ge Coro­na-Virus SARS-CoV‑2 aus­ge­lös­te Erkran­kung COVID-19 ver­brei­tet sich seit Dezem­ber 2019 welt­weit mit einer ins­ge­samt bis­lang unge­bro­chen hohen Dynamik. 

Das glo­bal inten­si­ve Infek­ti­ons­ge­sche­hen begüns­tigt die Ent­ste­hung von Muta­tio­nen, die sich in einer viel­fäl­tig ver­netz­ten Welt schnell ver­brei­ten. Sol­che Vari­an­ten des Virus, die sich leich­ter über­tra­gen, haben dabei einen Selek­ti­ons­vor­teil und ver­drän­gen weni­ger über­trag­ba­re­re Vari­an­ten des Virus.

Bei infi­zier­ten Per­so­nen fal­len zunächst grip­pe­ähn­li­che Sym­pto­me auf (Fie­ber, Hus­ten, Hals­schmer­zen, Durch­fall, Atem­be­schwer­den, Erschöp­fung), die in einem Teil der Fäl­le zu schwe­ren Krank­heits­bil­dern (Lun­gen­ent­zün­dun­gen, Auto­im­mun­re­ak­tio­nen) füh­ren, in deren Fol­ge Pati­en­ten nicht sel­ten inten­siv­me­di­zi­nisch behan­delt wer­den müs­sen (z.B. künst­li­che Beatmun­gen, Nie­ren­dia­ly­sen). Aller­dings ist auch zu beob­ach­ten, dass Vari­an­ten des Virus auch zu ver­än­der­ten Sym­pto­men füh­ren können. 

Ins­be­son­de­re älte­re Men­schen, aber auch Men­schen mit Vor­er­kran­kun­gen (Über­ge­wicht, Dia­be­tes, Erkran­kun­gen des Herz-Kreis­lauf­sys­tems) oder geschwäch­tem Immun­sys­tem, sind von sol­chen schwe­ren Ver­läu­fen betrof­fen. Vie­le (vor allem jün­ge­re) Men­schen durch­le­ben eine COVID-19-Infek­ti­on häu­fig hin­ge­gen nur mit gerin­gen und/oder unspe­zi­fi­schen Sym­pto­men, so dass ein ver­mut­lich beträcht­li­cher Teil die­ser Erkran­kun­gen unent­deckt bleibt.

Eine Über­tra­gung der Krank­heit auf ande­re ist bereits vor Aus­bruch der Krank­heit (also wäh­rend der Inku­ba­ti­ons­zeit) möglich.

Die von COVID-19 aus­ge­hen­den Gefah­ren betref­fen vor allem fol­gen­de Punkte:

  1. Sterb­lich­keit
    Obwohl vie­le Erkran­kun­gen einen mil­den Ver­lauf neh­men, scheint die Leta­li­tät vor allem in der vul­nerablen Grup­pe älte­rer Men­schen (v.a. wenn unge­impft und/oder gesun­de­hit­lich vor­be­las­tet) von Rele­vanz zu sein. Ins­be­son­de­re wenn schwe­re Ver­läu­fe eine künst­li­che Beatmung erfor­dern, ist eine hohe Sterb­lich­keit zu beobachten.
  2. Spät­fol­gen
    Noch unklar ist das Aus­maß even­tu­el­ler Spät­fol­gen der Erkran­kung. Hier deu­tet sich an, dass ein Teil der als gene­sen gel­ten­den Men­schen selbst bei mil­de­ren Krank­heits­ver­läu­fen län­ger­fris­ti­ge, wie­der­keh­ren­de oder womög­lich dau­er­haf­te Beein­träch­ti­gun­gen davon­tra­gen könn­ten, die v.a. die Leis­tungs­fä­hig­keit der Herz-Kreis­lauf­sys­tems zu betref­fen scheinen.
  3. Gesund­heits­sys­tem
    Ohne Gegen­maß­nah­men ver­brei­tet sich die Erkran­kung expo­nen­ti­ell. Es droht die Über­las­tung des Gesund­heits­sys­tems, in deren Fol­ge schwer an COVID-19 erkrank­ten Pati­en­ten nicht mehr ange­mes­sen behan­delt wer­den können.

Eine wirk­sa­me Behand­lung von COVID-19 steckt der­zeit im Anfangs­sta­di­um. Die The­ra­pie kon­zen­triert sich aktu­ell in vie­len Fäl­len noch dar­auf, die Sym­pto­me zu lin­dern und den Kör­per bei der Bewäl­ti­gung der Erkran­kung zu unter­stüt­zen (etwa durch Sauer­stoff­zu­fuhr oder Beatmung bei Beein­träch­ti­gung der Lungenfunktion).

Über­tra­gungs­we­ge von COVID-19

Nach gegen­wär­ti­gem Kennt­nis­stand über­trägt sich das für die aktu­el­le Coro­na-Pan­de­mie ver­ant­wort­li­che Virus SARS-CoV‑2 auf drei Wegen:

  1. Aero­so­l­in­fek­ti­on
    Bei der Aero­so­l­in­fek­ti­on han­delt es sich um eine beson­de­re Form der Tröpf­chen­in­fek­ti­on. Beim Aus­at­men, Spre­chen, Erbre­chen sowie beim Nie­sen und Hus­ten wer­den neben den unter Punkt 2 beschrie­be­nen Tröpf­chen auch kleins­te, unsicht­ba­re Tröpf­chen in Form von Aero­so­len aus­ge­schie­den. Als Aero­so­le bezeich­net man Par­ti­kel mikro­sko­pi­scher Grö­ße (Durch­mes­ser zw. 0,1 nm und 10 μm), die wegen ihres gerin­gen Gewich­tes über län­ge­re Zeit nahe­zu schwe­bend in der Luft ver­blei­ben kön­nen. Der Aus­stoss von Aero­so­len steigt mit inten­si­vier­ter Atem­tä­tig­keit stark an (etwa durch Gesang, Rufen, kör­per­li­che Tätig­keit). Ihre lan­ge Schweb­dau­er führt dazu, dass sie sich durch Ver­wir­be­lun­gen und Bewe­gun­gen der Raum­luft mit fort­schrei­ten­der Zeit­dau­er in immer grö­ße­ren Berei­chen des Raums ver­tei­len kön­nen. Zur Infek­tio­nen kann es dann nicht nur (wie bei Tröpf­chen­in­fek­ti­on) im Nah­um­feld des Infi­zier­ten kom­men, son­dern im gan­zen Raum.
  2. Tröpf­chen­in­fek­ti­on
    Bei der Tröpf­chen­in­fek­ti­on erfolgt die Über­tra­gung über Spei­chel und ande­re flüs­si­ge Abson­de­run­gen der Atem­we­ge (Nasen­se­kret, Spu­tum), die das Virus ent­hal­ten. Beim Aus­at­men, Spre­chen, Erbre­chen sowie beim Nie­sen und Hus­ten wer­den sie als Tröpf­chen an die Umge­bung abge­ge­ben. Zur Infek­ti­on kann es kom­men, wenn das Virus in aus­rei­chen­der Men­ge anschlie­ßend auf Schleim­häu­te – meist des obe­ren Atem­trakts, mög­lich ist aber auch die Bin­de­haut der Augen – gelangt. Die abge­ge­be­nen Tröpf­chen sin­ken infol­ge ihres Eigen­ge­wich­tes in einem Umkreis von etwa 2 Metern zu Boden. Bei einem Auf­ent­halt inner­halb die­ses Berei­ches rund um eine infi­zier­te Per­son muss von einem hohen Infek­ti­ons­ri­si­ko aus­ge­gan­gen werden.
  3. Schmier­in­fek­ti­on
    Bei der Schmier­in­fek­ti­on erfolgt die Über­tra­gung ent­we­der direkt durch Haut- oder Schleim­haut­kon­takt mit einer infi­zier­ten Per­son oder indi­rekt über Berüh­rung mit kon­ta­mi­nier­ten Gegen­stän­den mit anschlie­ßen­der Auf­nah­me des Virus über Ein­tritts­pfor­ten am mensch­li­chen Kör­per (etwa Rei­ben der Augen mit kon­ta­mi­nier­ten Hän­den). Auch der Ver­zehr von kon­ta­mi­nier­ten Spei­sen oder Geträn­ken fällt in den Bereich der Schmierinfektion.

Bei zurück­lie­gen­de grö­ße­ren Aus­brü­chen (so genann­ten Super-Sprea­ding-Events wie z.B. Aprés-Ski-Par­ties, Kar­ne­vals­fei­ern, Arbeit in der Fleisch­in­dus­trie, reli­giö­se oder pri­va­te Fei­er­lich­kei­ten mit Gesang) schie­nen vier Fak­to­ren in beson­de­rem Maße am Infek­ti­ons­ge­sche­hen betei­ligt gewe­sen zu sein:

  • Geschlos­se­ner Raum
  • Schlech­te Belüf­tung des Raums
  • Hohe Anzahl von anwe­sen­den Per­so­nen im Raum
  • Höhe­re kör­per­li­che Akti­vi­tät eini­ger oder aller Anwe­sen­der im Raum

Als zen­tra­le Über­tra­gungs­we­ge des SARS-CoV-2-Virus gel­ten daher die Aero­sol- und die Tröpfcheninfektion.


COVID-19 und der Boxsport

Risi­ken des Kon­takt­sports in der Sporthalle

Bei der Über­tra­gung von COVID-19 haben nach aktu­ell ver­brei­te­ter Auf­fas­sung die Infek­tio­nen durch Tröpf­chen und Aero­so­le eine beson­de­re Bedeu­tung (s.o. unter »Über­tra­gungs­we­ge«). Daher gel­ten neben den all­ge­mei­nen Hygie­ne­re­geln die Wah­rung von Abstän­den und das Tra­gen des Mund-Nasen-Schut­zes über­all dort, wo Abstän­de nicht gewähr­leis­tet wer­den kön­nen, als zen­tra­le Bau­stei­ne der Pandemiebekämpfung.

Beim Box­sport gehen wir (unter nor­ma­len Umstän­den) im Trai­ning und Wettkampf

  • in geschlos­se­nen Räumen
  • unter hoher Anstrengung
  • in engen Körperkontakt.

Dies und das Wis­sen über die Über­tra­gungs­we­ge von COVID-19 machen klar: Ein übli­cher Trai­nings- und Wett­kampf­be­trieb wie vor der Coro­na-Pan­de­mie ist mit einem erhöh­ten Risi­ko ver­bun­den, das durch Gegen­maß­nah­men mini­miert wer­den muss.

Abb. oben: Eine nor­ma­le Situa­ti­on des Box­trai­nings mit Part­ner­übun­gen und Arbeit ein­zel­ner Sport­ler am Sand­sack. Die halb­kreis­för­mi­gen roten Flä­chen zei­gen den Nah­be­reich um die Sport­ler an, in dem Tröpf­chen nie­der­ge­hen, die v.a. durch Atmung aus­ge­sto­ßen wer­den. Der waa­ge­rech­te rote Strei­fen zeigt die Ver­brei­tung der Aero­so­le an, die eben­falls durch Atmung (aber auch durch Spre­chen, Nie­sen und Hus­ten) aus­ge­sto­ßen wer­den, aber im Gegen­satz zu den Tröpf­chen lan­ge in der Luft schwe­ben blei­ben und sich in der gan­zen Sport­hal­le ver­tei­len können.

Die Corona-Strategie der Boxabteilung

Grund­le­gen­de Position

Wir neh­men die Coro­na-Pan­de­mie ernst und hal­ten sie für eine gro­ße medi­zi­ni­sche und gesell­schaft­li­che Her­aus­for­de­rung, wenn­gleich sie für den ein­zel­nen Men­schen viel­leicht eine über­schau­ba­re Gefähr­dung sein mag.

Nach allem, was man über COVID-19 und sei­ne Über­tra­gungs­we­ge weiß oder anneh­men muss, ist Boxen als kör­per­lich anstren­gen­der Voll­kon­takt­sport vor allem in den übli­chen For­men des Trai­nings und Wett­kampfs (der i.d.R. in Hal­len aus­ge­übt wird) mit Risi­ken verbunden.

In der Ver­ant­wor­tung unse­ren Mit­glie­dern gegen­über pas­sen wir Trai­nings­in­hal­te, ‑abläu­fe und ‑for­men sowie die Wett­kampf­ak­ti­vi­tät der jeweils aktu­el­len Lage an. An ers­ter Stel­le steht die Gesund­heit der Mit­glie­der, auch wenn wir wis­sen, dass eine 100%ige Sicher­heit nicht erreich­bar sein wird.

Die behörd­li­chen Rege­lun­gen set­zen den Rah­men unse­res Han­delns. Wo es ver­nünf­tig, ange­mes­sen und umsetz­bar scheint, wer­den wir behörd­li­che Rege­lun­gen zur Sicher­heit unse­rer Mit­glie­der durch frei­wil­li­ge, wei­ter­rei­chen­de Maß­nah­men ergänzen.

Trotz aller Vor­sicht wol­len wir aber an einem mög­lichst voll­wer­ti­gen Box­trai­nig festhalten.

Tes­tun­gen und Impfungen

Anders als noch zu Beginn der Pan­de­mie (ers­te Wel­le im Früh­jahr 2020) ste­hen inzwi­schen mit Anti­gen­tests und v.a. mit wirk­sa­men Impf­stof­fen Mit­tel zur Kon­trol­le bzw. Bekämp­fung der Pan­de­mie zur Verfügung.

Antigentests

Nied­rig­schwel­li­ge Testan­ge­bo­te (v.a. Anti­gen­tests als kos­ten­lo­se „Bür­ger­tests“ und Anti­gen­tests als selbst durch­zu­füh­ren­de Eigen­tests etwa in Schu­len) wur­den im Lau­fe des Jah­res 2020 zu einem zen­tra­len Bau­stein einer flä­chen­de­cken­den Pan­de­mie­kon­trol­le. Ihre brei­te Anwen­dung trug zu einem bes­se­ren Moni­to­ring des Infek­ti­ons­ge­sche­hens bei. 

Zugleich wur­den sie aber auch ein­ge­setzt, um auf der Ebe­ne indi­vi­du­el­ler Hand­lungs­mög­lich­kei­ten nega­tiv Getes­te­ten Zugang und Teil­ha­be am wirt­schaft­li­chen und sozia­len Ver­kehr zu ermög­li­chen (z.B. Fri­seur­be­su­che, Rei­se­mög­lich­kei­ten und auch Sport­an­ge­bo­te für nega­tiv Getestete).

Aller­dings stell­te sich her­aus, dass Anti­gen­tests infi­zier­te und anste­cken­de Per­so­nen nicht mit der anfangs erhoff­ten gro­ßen Zuver­läs­sig­keit erken­nen. Immer wie­der kam es trotz ent­spre­chen­der Tes­tun­gen der Teil­neh­men­den in Begeg­nun­gen oder Ver­an­stal­tun­gen zu Infek­ti­ons­ein­trä­gen, die eigent­lich durch die Tes­tun­gen ver­hin­dert wer­den sollten. 

Anders als PCR-Tests sind Anti­gen­tests nach inzwi­schen ver­brei­te­ter Auf­fas­sung v.a. in der Pha­se nach der Infek­ti­on und vor dem Auf­tre­ten von Sym­pto­men nur ein­ge­schränkt geeig­net, eine COVID-19-Infek­ti­on zu erken­nen. Den­noch kön­nen Infi­zier­te bereits in die­ser Pha­se Über­trä­ger des Virus sein. Ungleich bes­ser ist die Aus­sa­ge­kraft von Anti­gen­tests hin­ge­gen, wenn ihre Anwen­dung klä­ren soll, ob vor­lie­gen­de Sym­pto­me auf eine COVID-19-Infek­ti­on zurück­zu­füh­ren sind.

Vor dem Hin­ter­grund die­ser Fest­stel­lun­gen ist die Eig­nung des Anti­gen­tests zur gewünsch­ten Absi­che­rung von Begeg­nun­gen und Ver­an­stal­tun­gen zu rela­ti­vie­ren. Die Gefahr eines Infek­ti­ons­ein­tra­ges trotz Tes­tung der Teil­neh­men­den ist als umso grö­ßer anzu­neh­men, je mehr Men­schen zusam­men kom­men und je inten­si­ver das umge­ben­de Infek­ti­ons­ge­sche­hen ist. In Schutz­kon­zep­ten soll­ten die Anti­gen­test daher als einer von meh­re­ren Bau­stei­nen bewer­tet werden.

Impfungen

Inzwi­schen gibt es meh­re­re zuge­las­se­ne Impf­stof­fe unter­schied­li­cher Art und Wirk­sam­keit. Welt­weit sind seit dem Jah­res­wech­sel 2020/2021 Impf­kam­pa­gnen angelaufen.

Gro­ße glo­ba­le Unter­schie­de beim Fort­schritt der Impf­kam­pa­gnen und der Immu­ni­sie­rung füh­ren dazu, dass das Infek­ti­ons­ge­sche­hen in den ver­schie­de­nen Regio­nen der Welt zu unter­schied­li­chen Zeit­punk­ten immer wie­der neu auf­flammt. Regio­nen mit inten­si­ver Viren­re­pli­ka­ti­on erwei­sen sich dabei oft als Ent­ste­hungs­ge­bie­te neu­er Virusvarianten.

Die aktu­ell ver­füg­ba­ren Impf­stof­fe zie­len alle­samt auf den Wild­typ des Coro­na-Virus SARS-CoV‑2 ab. Inzwi­schen haben Mutan­ten in meh­re­ren Wel­len den Wild­typ aus dem pan­de­mi­schen Gesche­hen ver­drängt. Damit ist eine nach­las­sen­de Wir­kung der ver­füg­ba­ren Impf­stof­fe ver­bun­den. Unab­hän­gig davon hat sich her­aus­ge­stellt, dass der Impf­stoff gene­rell mit Ablauf der Zeit an Wir­kung verliert.

In der Fol­ge neh­men auch dop­pelt geimpf­te Per­so­nen inzwi­schen wie­der am Infek­ti­ons­ge­sche­nen teil, infi­zie­ren sich und über­tra­gen das Virus auch auf ande­re. Gleich­wohl bleibt der Schutz vor schwe­rer Erkran­kung (wenigs­tens zunächst) noch bestehen. Erst eine Dritt­imp­fung scheint den Schutz vor Infek­ti­on und Über­tra­gung wie­der zu ver­bes­sern, so dass die aktu­el­le Pha­se der Impf­kam­pa­gne sich auf Dritt­imp­fun­gen konzentriert.

Ange­sichts der stark mutier­ten Omic­ron-Vari­an­te sind inzwi­schen modi­fi­zier­te Impf­stof­fe in der Ent­wick­lung. Sie dürf­ten im April oder Mai zur Ver­fü­gung ste­hen und könn­ten dann wohl auch wie­der bes­ser vor Infek­tio­nen und Über­tra­gun­gen schüt­zen. Unter Fach­leu­ten ist die Dis­kus­si­on dar­über, wie weit­ge­hend eine neue Impf­kam­pa­gne erfor­der­lich ist, aller­dings noch nicht abgeschlossen.

Maß­nah­men im Trai­nings- und Wettkampfbetrieb

Die Maß­nah­men der Box­ab­tei­lung sind im aktu­ell gül­ti­gen Coro­na-Schutz­kon­zept dar­ge­stellt. Sie betref­fen neben den Vor­ga­ben der All­ge­mein­ver­fü­gung im Kern fol­gen­de Aspek­te des Trainings:

  • Trai­nings­teil­nah­me nur mit best­mög­li­chen Impf­schutz (maß­geb­lich ist die aktu­el­le Impf­emp­feh­lung des Robert-Koch-Institus)
  • Auf­klä­rung und Infor­ma­ti­on der Mitglieder
  • Ver­rin­ge­rung der Gruppengrößen
  • Wie­der­keh­ren­de Mes­sun­gen der Raumluftqualität
Abb. oben: Mit einem zer­ti­fi­zier­ten CO2-Mess­ge­rät wur­de die Raum­luft­qua­li­tät wäh­rend des Trai­nings­be­triebs gemes­sen. Die Ergeb­nis­se waren über­ra­schend gut.

Vor dem Herbst 2020 haben wir in zwei auf­ein­an­der fol­gen­den Test-Trai­nings­ein­hei­ten an mehe­ren Mess­punk­ten in der Trai­nings­hal­le in meh­re­ren Mess­rei­hen die Raum­luft­qua­li­tät anhand der CO2-Wer­te ermit­telt. Die Wer­te lagen trotz der hohen kör­per­li­chen Tätig­keit ganz über­wie­gend im Bereich »hoher Raum­luft­qua­li­tät« (CO2-Wer­te gerin­ger als 800ppm, vgl. Abbil­dung unten). Dies recht­fer­tigt die Annah­me, dass wir wäh­rend des Trai­nings in unse­rer Trai­nings­hal­le nicht von über­durch­schnitt­lich hohen Aero­sol­be­las­tun­gen aus­ge­hen müssen.

FC St. Pauli Boxen: Messergebnisse der Luftqualität in der ersten Trainingseinheit
Abb. oben: Die Mes­sun­gen in der ers­ten Trai­nings­ein­heit erga­ben in der Abschluss­mes­sung am Ende der Trai­nings­ein­heit kurz­fris­tig an nur zwei Stel­len der Sport­hal­le ledig­lich »mitt­le­re Raum­luft­qua­li­tät«, an allen ande­ren Mess­punk­ten war wäh­rend aller Mes­sun­gen die Raum­luft von »hoher Qua­li­tät«. Die Mess­punk­te waren durch die Spiel­feld­li­ni­en des in der Hal­le ein­ge­zeich­ne­ten Vol­ley­ball­fel­des ein­deu­tig defi­niert (schwar­ze Lini­en in der Abb. oben)
C St. Pauli Boxen: Messergebnisse der Luftqualität in der zweiten Trainingseinheit
Abb. oben: Die Mes­sun­gen in der zwei­ten Trai­nings­ein­heit erga­ben wie­der­um ganz über­wie­gend gute Ergeb­nis­se (»hohe Raum­luft­qua­li­tät«). Wie schon in der Trai­nings­ein­heit zuvor konn­te nur zwei­mal vor­über­ge­hend nur eine »mitt­le­re Raum­luft­qua­li­tät« gemes­sen werden.
Abb. oben: Die gemes­se­nen Wer­te blie­ben weit unter der Gren­ze von 2.000 ppm, ober­halb derer man von einer hygie­nisch inak­zep­ta­blen Raum­luft­qua­li­tät spricht (dun­kel­ro­te Gren­ze). 44 der 48 Mes­sun­gen lagen sogar im Bereich »hoher Raum­luft­qua­li­tät« (unter 800 ppm). Nur 4 Mes­sun­gen zeig­ten an weni­gen Mess­punk­ten vor­über­gend eine bloß »mitt­le­re Raumluftqualität«.
Pro­be­trai­ning und Neu­ein­trit­te in die Boxabteilung

Ein Pro­be­trai­ning ist ab März 2022 unter fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen wie­der möglich:

  • Best­mög­lich geimpft oder kürz­lich nach­weis­lich genesen
  • Schrift­li­che Anmel­dung über Mail oder Kon­takt­for­mu­lar der Website

Die Über­prü­fung der Nach­wei­se über den Impf­schutz oder die nach­weis­li­che Gene­sung erfolgt vor dem Trai­ning am Einlass.

Vor­aus­set­zung der Trai­nings­teil­nah­me sind min­des­tens drei immun­an­re­gen­de Ereig­nis­se (= Imp­fun­gen bzw. Gene­sung nach einer COVID-19-Infek­ti­on). Min­des­tens zwei davon müs­sen aber Imp­fun­gen sein.

Dokumente

(Links öff­nen die PDFs in einem neu­en Browserfenster)

Wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie gel­ten für das Trai­ning eine Rei­he von Schutz­maß­nah­men, die sich der jewei­li­gen pan­de­mi­schen Lage anpas­sen. Die aller­wich­tigs­ten Bau­stei­ne sind eine gute Lüf­tung der Hal­le, der Infek­ti­ons­la­ge ange­pass­te Grup­pen­grö­ßen und der best­mög­li­che Impfschutz.