WM in Russland: Blick auf die Favoriten vor dem Halbfinale

Kuba mit enttäuschendem Ergebnis, Kasachstan stark

Am heutigen 19. September legen die Weltmeisterschaften im Olympischen Boxen im russischen Ekatarinburg einen Tag Pause ein, bevor am 20. September in zwei Veranstaltungen (einmal um 15.00 Uhr, dann um 19.00 Uhr) die Halbfinalkämpfe ausgetragen werden. Das gibt Zeit, das bisherige Abschneiden von einigen favorisierten Mannschaften zu betrachten.

Kuba hat 3 Medaillen sicher

Die kubanische Boxstaffel war ohne Frage als Favorit nach Russland gereist. In sieben von acht Gewichtsklassen traten Athleten der Zuckerrohrinsel in den Ring. Ins Halbfinale schafften es jetzt allerdings nur drei kubanische Boxer: Im Bantamgewicht (52–57 kg) Lazaro Alvares Estrada, im Leichtgewicht (57–63 kg) Andy Cruz Gomes und im Halbschwergewicht (75–81 kg) Julio La Cruz.

Die letzte WM 2017 in Hamburg wurde noch in zehn Gewichtsklassen ausgetragen. Kuba besetzte damals neun der zehn möglichen Startplätze. Von diesen neun Kubanern standen sieben im Halbfinale, fünf von ihnen gewannen im Finale schließlich Gold.

Kuba wird in diesem Jahr nur mit drei Medaillen in die Karibik zurückkehren – ob alles drei dann auch Goldmedaillen werden, muss noch abgewartet werden. Was für die meisten teilnehmenden Mannschaften ein respektables Ergebnis wäre, wird in Kuba wahrscheinlich Fragen aufwerfen.

Russland hat wird 4 Medaillen gewinnen

Der Gastgeber und Ausrichter Russland hatte in Ekatarinburg mit acht Wettkämpfern eine vollständige Staffel ins Rennen geschickt. Bis ins Halbfinale konnten sich immerhin vier Sportler vorkämpfen: Im Weltergewicht (63–69 kg) Andrei Zamkovoi, im Mittelgewicht (69–75 kg) Gleb Bakshi, im Schwergewicht (81–91 kg) Muslim Gadzhimagomedov und im Superschwergewicht (über 91 kg) Maksim Babanin.

Damit hat sich Russland merklich verbessert: 2017 war Russland mit neun Boxern nach Hamburg gereist – und brachte ganze zwei Athleten bis ins Halbfinale. Eine Goldmedaille war für die Russen damals nicht drin. Bei der Heim-WM dürfte der russische Boxverband die Erwartungen gespürt haben und hat schon jetzt für ein respektables Ergebnis sorgen können.

Kasachstan fährt mit 6 Medaillen nach Hause

Kasachstan hatte schon 2017 in Deutschland mit einer starken Leistung überzeugt: Sie waren vor zwei Jahren mit zehn Athleten an die Elbe gekommen und konnten sechs ins Halbfinale bringen. Allerdings reichte dies am Ende nur zu einer Goldmedaille.

Dies konnten sie bei dem aktuell noch laufenden Turnier noch steigern: Wieder war ihr Team vollständig, nur dass es eben in diesem Jahr nur 8 Gewichtsklassen zu besetzen gab. Von diesen acht Boxern stehen nun wieder ganze sechs im Halbfinale und haben damit Medaillen sicher: Im Fliegengewicht (48–52 kg) Saken Bibosinov, im Weltergewicht (63–69 kg) Ablaikhan Zhussupov, im Mittelgewicht (69–75 kg) Tursynbay Kulakhmet, im Halbschwergewicht (75–81 kg) Bekzad Nurdauletov, im Schwergewicht (81–91 kg) Vassiliy Levit und im Superschwergewicht (über 91 kg) Kamshybek Kunkabayev.

Usbekistan darf sich über 5 Medaillen freuen

Auch den Usbeken gelang in Russland wieder ein gutes Ergebnis: Von acht Athleten stehen fünf in der vorletzten Runde des Wettbewerbs und haben sich damit einen Platz auf dem Siegerpodest gesichert. 2017 standen ebenfalls fünf Boxer im Halbfinale, nur dass zehn sich für dieses Ergebnis bewerben mussten.

Edelmetall haben im usbekischen Team sicher: Im Fliegengewicht (48–52 kg) Shakhoidin Zourov, im Bantamgewicht (52–57 kg) Mirazizbek Mirzakhalilov, im Weltergewicht (63–69 kg) Bobo-Usmon Baturov, im Halbschwergewicht (75–81 kg) Dilshodbek Ruzmetov und im Superschwergewicht (über 91 kg) Bakhodir Jalolov.

Die Sponsoren der Boxabteilung des FC St. Pauli: