Nur einen Tag nach der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), dem Weltverband des olympischen Boxens IBA endgültig die Anerkennung zu entziehen, werden international Absetzbewegungen deutlich erkennbar.
Die Vollversammlung des IOC (IOC Session) hat heute am 22. Juni 2023 den Weltverband des olympischen Boxens endgültig aus der Familie der olympischen Sportverbände ausgeschlossen. Erwartungsgemäß folgte das Plenum damit der Empfehlung des IOC-Exekutivkomitees vom 7. Juni. Boxen bleibt aber dennoch im Programm der Olympischen Spiele 2024 in Paris.
Es steht zu erwarten, dass die IOC-Session Ende Juni der Empfehlung des IOC-Exekutivkomitees zur endgültigen Suspendierung der IBA folgen wird. Dem neugegründeten Weltboxverband »World Boxing« dürfte dies in die Hände spielen und Mitglieder zuführen.
Die Suspendierung des DBV sowie der nationalen Boxverbände Neuseelands, der Niederlande und Schwedens wird mit ihrer Beteiligung an der Gründung des neuen Weltboxverbandes »World Boxing« begründet.
Nach Darstellung des russischen IBA-Präsidenten Umar Kremlev ist der Sponsorvertrag mit dem russischen Staatskonzern Gazprom zum Ende des Jahres 2022 ausgelaufen. Eine Verlängerung wird aber ab Sommer wieder angestrebt.
In einer Pressekonferenz wurde heute die Gründung eines neuen Weltverbandes des olympischen Boxens bekanntgegeben. Sein Name »World Boxing« unterstreicht unmissverständlich den internationalen Vertretungsanspruch des Verbandes.
Vom 28. bis zum 30. März 2023 tagt das Exekutiv-Komitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne. Es könnte eine Vorentscheidung zum endgültigen Ausschluss der IBA sein.
Nachdem der us-amerikanische Boxverband »USA-Boxing« vor einigen Tagen erklärt hatte, an den bevorstehenden Weltmeisterschaften der Frauen in Indien und der Männer in Usbekistan nicht teilzunehmen, schlossen sich nun weitere nationale Boxverbände dem Boykott an.
Der us-amerikanische Boxverband USA-Boxing hat am 8. Februar die Teilnahme an den bevorstehenden Weltmeisterschaften der Frauen in Indien (14. bis 26. März, Neu-Delhi) und der Männer in Usbekistan (01. bis 14. Mai, Taschkent) abgesagt.
Der Konflikt zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem Weltverband des olympischen Boxens IBA (vormals AIBA) eskaliert: Das IOC prüft, ob Boxen bereits 2024 in Paris aus dem Programm fliegt. Dabei hätte es in Paris seinen 100. Geburtstag als olympische Sportart feiern können.