Zwei Wettkämpfer der Boxabteilung des FC St. Pauli in roten Wettkampftrikots mit Medaillen nach Siegen im Boxring.
Mus­ta­fa Hema­ti (links) und Juli­us Theen (rechts) gewin­nen ihre Kämp­fe in Niedersachsen.

In der Wett­kampf­grup­pe ermög­li­chen wir geeig­ne­ten Sport​ler*in​nen die Aus­tra­gung von regu­lä­ren Box­kämp­fen im olym­pi­schen Boxen. Die­se Ziel­set­zung beein­flusst Trai­nings­in­hal­te, Trai­nings­um­fän­ge und die Erwar­tun­gen an die Sport​ler*in​nen in star­ker Weise.

Unter­halb der Ebe­ne des Wett­kampf­sports kön­nen sich die Sport​ler*in​nen im Rah­men der gege­be­nen Trai­nings­struk­tur ihre sport­li­chen Zie­le selbst set­zen. Das ändert sich jedoch beim Wett­kampf­sport. Der Wunsch, Wett­kämp­fe im Box­sport bestrei­ten zu wol­len, reicht allein nicht aus. Es gibt bei uns kei­nen Anspruch dar­auf, Wett­kämp­fe bestrei­ten zu kön­nen. War­um ist das so? – Meh­re­re sehr unter­schied­li­che Din­ge müs­sen pas­sen, bevor jemand mit unse­rem Tri­kot in den Ring steigt:

  • Die tech­ni­schen, tak­ti­schen und kon­di­tio­nel­len Fähig­kei­ten müs­sen nach Auf­fas­sung des Trai­ners so weit aus­ge­bil­det, ver­fes­tigt und unter Wett­kampf­be­din­gun­gen abruf­bar sein, dass man gegen ver­gleich­ba­re Geg​ner*in​nen eine hin­rei­chen­de Aus­sicht auf einen Sieg hat. Das setzt eine all­mäh­li­che Her­an­füh­rung an die­se Anfor­de­run­gen vor­aus und ist nur mit flei­ßi­ger und kon­ti­nu­ier­li­cher Trai­nings­ar­beit zu errei­chen. Die Anfor­de­run­gen an die Wett​kämp​fer*in​nen stei­gen also und müs­sen mit den pri­va­ten, schu­li­schen oder beruf­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen oder Vor­aus­set­zun­gen  harmonieren.
  • Wett​kämp​fer*in​nen ver­tre­ten den FC St. Pau­li und sei­ne Wer­te an expo­nier­ter Stel­le öffent­lich im Box­ring. Die­je­ni­gen, die mit unse­rem Tri­kot antre­ten, sol­len uns und den Ver­ein also ken­nen­ge­lernt haben und wis­sen, wen und was sie ver­tre­ten. Dazu müs­sen sie zu einem Teil unse­rer Abtei­lung gewor­den sein. Das ist ein Pro­zess, der mit dem Erwerb der Mit­glied­schaft erst beginnt, aber eben noch nicht voll­zo­gen ist.
  • Wett­kämp­fe im Boxen sind kein Spiel, das man unver­bind­lich mal aus­pro­bie­ren kann. Es ist ein Voll­kon­takt­kampf­sport. Die phy­si­sche und psy­chi­sche Belas­tung kann enorm sein. Sieg und Nie­der­la­ge kön­nen exis­ten­zi­el­le Erfah­run­gen wer­den. Mit die­sem Umstand gehen wir ver­ant­wor­tungs­voll um und prü­fen genau, ob eine inter­es­sier­te Per­son hier­für geeig­net erscheint und die­se Erfah­run­gen aller Vor­aus­sicht nach kon­struk­tiv ver­ar­bei­ten wird.
  • Wett­kämp­fe im olym­pi­schen Box­sport sind oft mit einem hohen orga­ni­sa­to­ri­schen, zeit­li­chen, per­so­nel­len und finan­zi­el­len Auf­wand ver­bun­den: Manch­mal rei­sen zwei Trai­ner und ein oder zwei Wett­kämp­fer für einen wich­ti­gen Wett­kampf von Frei­tag­abend bis Sonn­tag­nach­mit­tag durch halb oder ganz Deutsch­land. Dabei fal­len Rei­se- und Über­nach­tungs­kos­ten an und ein Miet­wa­gen muss bezahlt wer­den. Die­sen Auf­wand betrei­ben wir nur für Sport​ler*in​nen, bei denen wir mit hin­rei­chen­der Wahr­schein­lich­keit eine Ent­wick­lungs­per­spek­ti­ve anneh­men dür­fen. Die­ser Auf­wand erklärt auch, war­um die Wett­kampf­grup­pe nicht belie­big groß sein kann.

 

Eine Gruppe von Wettkämpfern der Boxabteilung des FC St. Pauli steht auf der Straße vor einem Kleinbus. Alle Tragen braune Hoodies mit dem Logo der Boxabteilung und schwarze Trainingshosen.
Viel Auf­wand: Für weni­ge Minu­ten des Wett­kamp­fes ist man manch­mal ein gan­zes Wochen­en­de unterwegs.

Grund­la­ge der sport­li­chen Arbeit ist eine aus­führ­li­che Ath­le­ten­ver­ein­ba­rung (s. Kas­ten unten), deren Inhal­te sehr ernst genom­men werden.

Down­load der Ath­le­ten­ver­ein­ba­rung (PDF)

Ath­le­ten­ver­ein­ba­rung

(Link öff­net Ath­le­ten­ver­ein­ba­rung als PDF in einem neu­en Fenster.)

Abb. oben: Wett­kampf­sport geht nicht ohne Ver­bind­lich­keit: Vor­aus­set­zung ist die Unter­zeich­nung der Ath­le­ten­ver­ein­ba­rung. In der Wett­kampf­grup­pe wer­den die Trai­nings­eings­ein­hei­ten und Gewich­te auf einer Wie­ge­kar­te regel­mä­ßig erfasst.

Zusammenfassung

Voraussetzungen:
  • Bewäh­rung im Leistungssport-Training
  • Iden­ti­fi­ka­ti­on mit den Wer­ten des FC St. Pauli
  • Regel­mä­ßi­ge und aus­rei­chen­de Trai­nings­teil­nah­me (wird protokolliert)
  • Sicher­heit im Regel­werk des olym­pi­schen Boxsports
  • Soli­de tech­ni­sche und tak­ti­sche Fähigkeiten
  • Aus­rei­chen­de kon­di­tio­ni­el­le Fähig­kei­ten und phy­si­sche Belastbarkeit
  • Bereit­schaft, sich im box­sport­li­chen Weg füh­ren zu lassen
  • Bereit­schaft und Mög­lich­keit zu ergän­zen­dem Training
  • Psy­chi­sche Belast­b­ar­beit, men­ta­le Ausgeglichenheit
  • Unter­zeich­nung und Befol­gung der Ath­le­ten­ver­ein­ba­rung
  • Bei Min­der­jäh­ri­gen die Zustim­mung der Erzie­hungs- bzw. Sorgeberechtigten
Ziele und Inhalte:
  • Fes­ti­gung und Ver­fei­ne­rung kom­ple­xe­rer tech­ni­scher Fähigkeiten
  • Fes­ti­gung und Ver­fei­ne­rung kom­ple­xe­rer tak­ti­scher Fähigkeiten
  • Wett­kampf­na­hes Sparring
  • Zusätz­li­che Trai­nings­maß­nah­men wie z​.​B. Sparringsbesuche
  • Wett­kämp­fe im Olym­pi­schen Boxen

Trainigszeiten und Trainingsort:

Wann und wo die Wett­kampf­sport­ler trai­nie­ren, erfährst du unter Trai­nings­zei­ten (Link öff­net die Sei­te in einem neu­en Browserfenster).


Wei­te­re Informationen: