Am 22. Mai könnte das IOC über die Zukunft der AIBA in der olympischen Familie entscheiden. Die Aussichten scheinen auch nach dem Wechsel an der Verbandsspitze düster zu sein.
Der 1968 in Marokko geborene Mohamed Moustahsane ist vom Exekutiv-Komitee zum neuen Interims-Präsidenten des Weltverbandes des olympischen Boxens AIBA gewählt worden.
Der Präsident des krisengeschüttelten Weltverbandes des olympischen Boxens, der 66-jährige Usbeke Gafur Rakhimov, hat am Freitag, den 22.03.2019 in einer durch die AIBA in Lausanne veröffentlichten Erklärung seinen Rücktritt angekündigt.
Das IOC friert die Planungen des olympischen Boxturniers in Tokio 2020 ein und verbietet der AIBA, das Logo der Olympischen Bewegung zu nutzen.
Wladimir Klitschko forderte in einem am 21. November 2018 auf seiner offiziellen Facebookseite veröffentlichten Video-Statement, dass der Profiboxverband WBA den gegenwärtigen Weltverband des olympischen Boxens beim Internationalen Olympischen Komittee (IOC) ersetzen solle. WBA wendete sich im Juli 2018 an das IOC Der Olympiasieger von 1996 in Atlanta und ehemalige Profi-Weltmeister im Schwergewicht unterstützt mit seiner Stellungnahme erneut und öffentlichkeitswirksam einen Vorstoß der WBA aus dem Sommer, das olympische Boxen künftig unter dem Dach der WBA zu organisieren. Einen entsprechenden Brief sandte Gilberto Jesús Mendoza, Präsindent der WBA, im Sommer an den Präsidenten des IOC Thomas Bach. Der Brief damals trug bereits die Unterschrift
Der bevorstehende AIBA-Kongress mit der Entscheidung über die künftige Leitung des Weltverbandes entwickelt sich immer mehr zu einem Krimi: Das Opfer könnte am Ende das olympische Boxen sein.
Im olympischen Boxsport sollen Frauen in Zukunft eine größere Rolle spielen. Bei den im November anstehenden Neuwahlen des Exekutivkomitees sollen mindestens 6 der 28 Positionen mit Frauen besetzt werden.
Der Weltverband des Olympischen Boxens AIBA sah sich in den letzten Monaten der Kritik des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ausgesetzt. Die wenig überzeugenden Kampfrichterentscheidungen bei den zurückliegenden Olympischen Spielen sowie das desolate Finanzgebaren des überschuldeten Weltverbandes stehen dabei im Zentrum der Vorwürfe.