IOC veröffentlicht Details zu den olympischen Qualifikationsturnieren

Kampfrichter werden von einer Unternehmensberatung überwacht

Vor wenigen Tagen veröffentlichte das Internationale Olympische Komitee (IOC) weitere Details zu den Qualifikationsturnieren für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. So stehen nun auch die genauen Termine und auch fast alle Wettbewerbsstätten der fünf Turniere fest:

Region Ort (Land) Termin Wettbewerbsstätte
Asien/Ozeanien Wuhan
(China)
03.02.–
14.02.2020
wird noch bekannt gegeben
Afrika Dakar
(Senegal)
20.02.–
29.02.2020
Dakar International Expo Centre
Europa London
(Großbritannien)
13.03.–
23.03.2020
Copper Box Arena, Queen Elizabeth Olympic Park
Amerika Buenos Aires
(Argentinien)
26.03.–
04.04.2020
CeNARD high-performance athletics training centre
Weltweit Paris
(Frankreich)
13.05.–
24.05.2020
wird noch bekannt gegeben
Das europäische Qualifikationsturnier wird in der Londoner Copper Box Arena ausgetragen, in der bei den Olympischen Spielen 2012 die Handballspiele durchgeführt wurden. (Bildausschnitt: Wikipedia, User Delusion23, Lizenz)

Die Qualifikationsturniere und der olympische Boxwettbewerb selbst finden erstmalig nicht unter der Zuständigkeit des Weltverbandes des Olympischen Boxens AIBA statt, sondern werden von einer durch das IOC eingesetzten Taskforce organisiert. Grund dieser ungewöhnlichen Maßnahme ist die Supendierung der AIBA durch das IOC. Dem Verband werden durch das IOC schwerwiegendende Unregelmäßigkeiten vorgeworfen.

Kampfrichter werden von PricewaterhouseCoopers überwacht

Dennoch will die Boxing Taskforce des IOC sowohl bei den Qualifikationsturnieren als auch bei den Olympischen Spielen selbst auf die Kampfrichter der AIBA zurückgreifen. Allerdings wird auch hier die AIBA außen vor gelassen. Die Taskforce möchte bei der Auswahl und Überwachung der Kampfrichter einmal mehr die international renommierte Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers  einbinden. Die Berater hatten diese Aufgabe schon 2018 bei der olympischen Jugendspielen in Buenos Aires übernommen.

Auch vor den olympischen Jugendspielen in Buenos Aires 2018 hatte PricewaterhouseCoopers sich schon mit dem olympischen Boxen beschäftigt. Auf Druck des IOC musste die AIBA sich 2015 durch das Unternehmen prüfen lassen. Die Unternehmensberater bemängelten damals in ihrem Bericht die dubiose, mit Krediten finanzierte Einführung der Word Series of Boxing (inzwischen eingestellt) und erkannte in den Geschäften offenbar mögliche Gesetzesverstöße.

Die Sponsoren der Boxabteilung des FC St. Pauli: