Ergebnisse der Deutschen Meisterschaft 2019 in der Altersklasse Jugend (U19)

111 Sportlerinnen und Sportler kämpften in NRW um Gold

Im nordhein-westfälischen Velbert endeten am Samstag, den 25. Mai die deutschen Meisterschaften 2019 in der Altersklasse U19 (Jugend). Wie zuvor schon in den anderen Nachwuchsaltersklassen wurden auch in dieser Altersklasse die Wettbewerbe der weiblichen und männlichen Jugend erstmalig zeitgleich ausgetragen.

Erfolgreichster Landesverband war Nordrhein-Westfalen: Die Sportlerinnen und Sportler des größten Landesverbandes holten bei den Männern 4, und bei den Frauen 2 Goldmedaillen. Insgesamt errangen sie 12 mal Plätze auf dem Siegerpodium. Es folgen die Landesverbände Bayern und Baden-Württemberg, die jeweils 6 Medaillen gewinnen konnten. Bayern erkämpfte bei den Männern zweimal Gold und bei den Frauen einmal. Baden-Württemberg holte zweimal Gold bei den Männern.

111 Sportlerinnen und Sportler traten in Velbert in den Ring

Die Landesverbände des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV) meldeten insgesamt 17 weibliche und 94 männliche Teilnehmer zu dem Turnier. Die weiblichen Jugendlichen verglichen sich in 6 von 9 möglichen Gewichtsklassen (bis 48 kg, bis 54 kg, bis 57 kg, bis 64kg, bis 69 kg, bis 75 kg). Bei der männlichen Jugend konnten alle 10 Gewichtsklassen besetzt werden.

Infolge des vergleichsweise gering besetzten Turniers der weiblichen Jugend kam es dort in 4 der 6 Gewichtsklassen überhaupt nur zu einem Kampf, der damit bereits ein Finalkampf war. Eine wirkliche Turniererfahrung machten die weiblichen Jugendlichen lediglich in den beiden Gewichtsklassen Bantamgewicht (6 Meldungen) und Federgewicht (4 Meldungen).

Bei den männlichen Jugendlichen lagen selbst in der geringst besetzten Gewichtsklasse, dem Halbfliegengewicht, noch 3 Meldungen vor, so dass auch hier noch eine Auslosung und ein Halbfinalkampf durchgeführt werden mussten. Das größte Teilnehmerfeld gab es bei den männlichen Jugendlichen mit 20 Meldungen im Weltergewicht (bis 69 kg). Es folgten mit jeweils 12 Meldungen das Halbweltergewicht (bis 64 kg) und das Leichtgewicht (bis 60 kg).

Die Landesverbände Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Rheinland, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Südwest meldeten gar keine weiblichen Teilnehmer. Die Landesverbände Bremen, Saarland und Südwest darüber hinaus auch keine männlichen Jugendlichen. Thüringen meldete lediglich eine weibliche Sportlerin zum Turnier.

Unterschiedliches Aktivitätsniveau in den Landesverbänden

Die untenstehende Tabelle gibt einen Überblick über die Aktivitäten der Landesverbände im U19-Bereich. Sie stellt die tatsächlichen Meldungen den Zahlen gegenüber, die entsprechend des im jeweiligen Landesverband repräsentierten Bevölkerungsanteils zu erwarten gewesen wären.

Die Tabelle zeigt, wieviel Teilnehmer aus den Landesverbänden zu erwarten gewesen wären, wenn sich in der Zahl der gemeldeten Sportler der Anteil an der Gesamtbevölkerung widerspiegeln würde. Diese Auswertung konnte nur für solche Landesverbände vorgenommen werden, deren Zuständigkeitsbereich mit den Grenzen eines Bundeslandes identisch sind. Rot markiert, wo mehr Athletinnen oder Athleten zu erwarten gewesen wären. Grün markiert, wo Landesverbände mehr Sportlerinnen oder Sportler entsandten, als ihrem Bevölkerungsanteil entspricht.

Bei den männlichen Jugendlichen sticht vor allem der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern hervor: Aufgrund seines Anteils an der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik Deutschland hätte man hier (gemessen an der Zahl aller Teilnehmer) 2 Boxer und gar keine Boxerin zu erwarten gehabt. Angereist sind aber 8 Athleten und eine Athletin. Hier dürfte vor allem die Nachwuchsarbeit am Stützpunkt Schwerin abzulesen sein: Am dort angeschlossenen Sportinternat werden natürlich Talente gebündelt.

Aber auch die Landesverbände Niedersachsen, Hamburg und Berlin haben mehr Sportler gemeldet, als ihrem Bevölkerungsanteil entspricht – zum Teil aber nur bei den männlichen Jugendlichen. Im Gegensatz dazu blieben Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen hinter den erwartbaren Zahlen zurück, obwohl gerade sie zu den erfolgreichen Landesverbänden der Meisterschaft zählten.

Weibliche U19: Die deutschen Meisterinnen 2019 und die Zweit- sowie Drittplatzierten des Turniers

Halbfliegengewicht (bis 48 kg)
1. Platz Karolina Delmaczynska LV Hessen
2. Platz Chayenne Bluhm LV Hessen
3. Platz
3. Platz
Bantamgewicht (bis 54 kg)
1. Platz Cathy Satorius LV Nordrhein Westfalen
2. Platz Ana Budimir-Bekan LV Bayern
3. Platz Marina Schweda LV Niedersachsen
3. Platz Lina Nashwan LV Baden-Württemberg
Federgewicht (bis 57 kg)
1. Platz Jana Mehringer LV Bayern
2. Platz Celina Ronka LV Nordrhein Westfalen
3. Platz Chantal Lohmeier LV Sachsen-Anhalt
3. Platz
Halbweltergewicht (bis 64 kg)
1. Platz Felicitas Ganglbauer LV Bayern
2. Platz Emily Perthold LV Niedersachsen
3. Platz
3. Platz
Weltergewicht (bis 69 kg)
1. Platz Mariella Langer LV Nordhein Westfalen
2. Platz Anna Lena Antons LV Niedersachsen
3. Platz
3. Platz
Mittelgewicht (bis 75 kg)
1. Platz Annemarie Schierle LV Thüringen
2. Platz Natalie Schrahe LV Nordrhein Westfale
3. Platz
3. Platz

Männliche U19: Die deutschen Meister 2019 und die Zweit- sowie Drittplatzierten des Turniers

Halbfliegengewicht (bis 49 kg)
1. Platz Giuliano Goman LV Nordrhein Westfalen
2. Platz Ayoub Qalandari LV Nordrhein Westfalen
3. Platz Alexander Kozlenko LV Sachsen
3. Platz
Fliegengewicht (bis 52 kg)
1. Platz Metouchela Lukoki LV Nordrhein Westfalen
2. Platz Sadek Lazem LV Mecklenburg Vorpommern
3. Platz Omar Mahmod LV Niedersachsen
3. Platz Viktor Cakiqi LV Berlin
Bantamgewicht (bis 56 kg)
1. Platz Rasul Hamat LV Nordrhein Westfalen
2. Platz Frenklyn Dwomoh LV Hessen
3. Platz Yusuf Akuslug LV Nordrhein Westfalen
3. Platz Anton Neumann LV Niedersachsen
Leichtgewicht (bis 60 kg)
1. Platz David Grevorkyan LV Mecklenburg Vorpommern
2. Platz Ahmet Sor LV Baden-Württemberg
3. Platz Mehmet Sor LV Baden-Württemberg
3. Platz Amar Chaoui LV Hessen
Halbweltergewicht (bis 64 kg)
1. Platz Simon Vollmer LV Baden-Württemberg
2. Platz Agasi Margaryan LV Mecklenburg Vorpommern
3. Platz Haci Akseker LV Niedersachsen
3. Platz Moritz Schmidt LV Schleswig-Holstein
Weltergewicht (bis 69 kg)
1. Platz Gianni Dedic LV Bayern
2. Platz Selimchan Gagarborschew LV Berlin
3. Platz Schieno Aryen LV Hamburg
3. Platz Erik Brunner LV Nordrhein Westfalen
Mittelgewicht (bis 75 kg)
1. Platz Noris Ukeh LV Baden-Württemberg
2. Platz Vladislav Bezdeneznhykh LV Baden-Württemberg
3. Platz Delil Dadaev LV Berlin
3. Platz Baran Ali Balkiz LV Niedersachsen
Halbschwergewicht (bis 81 kg)
1. Platz Kevin Paal LV Bayern
2. Platz Rasul Basirow LV Berlin
3. Platz Mert Kocak LV Nordrhein Westfalen
3. Platz Calito Cumic LV Mecklenburg Vorpommern
Schwergewicht (bis 91 kg)
1. Platz Thahel Rentmeister LV Nordhein Westfalen
2. Platz Jerry Alabi LV Hamburg
3. Platz Areg Martirosyan LV Mecklenburg Vorpommern
3. Platz Albin Isufi LV Sachsen
Superschwergewicht (über 91 kg)
1. Platz Turpal Hutaev LV Hamburg
2. Platz Oleg Fertich LV Bayern
3. Platz Amin Camovic LV Hessen
3. Platz Chamdid Aymann LV Berlin

Die Sponsoren der Boxabteilung des FC St. Pauli: