Corona: Die Trainingshalle bleibt mindestens bis Ende Mai noch geschlossen

Alle Sportabteilungen des FC St. Pauli setzen ihre Pause zunächst fort

Das Präsidium des FC St. Pauli hat gestern beschlossen, dass die sporttreibenden Abteilungen des gesamten Vereins ihren regulären Sportbetrieb wegen der anhaltenden Corona-Krise mindestens noch bis Ende Mai aussetzen müssen.

Ausgenommen hiervon ist nur der Profifußball. Dort wird auf der Grundlage besonderer behördlicher Genehmigungen seit einiger Zeit wieder eingeschränkt trainiert. Bekanntermaßen soll unter strengsten Auflagen die Saison mit Geisterspielen zu Ende gespielt werden.

Zwar seien Diskussionen über eine Lockerung des Sportverbotes im Gang, so das Präsidium, aber auf der Ebene des Bundes und der Länder werde wohl erst frühestens am 6. Mai über die eingebrachten Vorschläge des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und einer Reihe von Sportfachverbänden beraten.

Die Boxabteilung arbeitet an einem Stufenkonzept zum Wiedereinstieg

Der Verein rief die sporttreibenden Abteilungen jedoch auf, für einen irgendwann wieder möglichen Wiedereinstieg in den Sport Durchführungs- und Hygienepläne zu entwickeln. Richtschnur sind dabei die »10 Leitplanken« (Link öffnet unseren Bericht hierzu in einem neuen Fenster), die der DOSB der Politik als Rahmenbedingungen für die Wiederaufnahme eines Sportbetriebs vorgeschlagen hat.

Mit solchen Plänen beschäftigt sich das Trainerteam der Boxabteilung inzwischen schon seit einigen Tagen – auch wenn im Moment noch nicht klar ist, ob und wie die Politik diese Anregungen des DOSB aufgreifen wird.

Die »Leitplanken« des DOSB zeichnen allerdings nur einen groben Rahmen vor. Jede Sportart muss nun prüfen, ob, wie und wann diesen Rahmenbedingungen entsprochen werden kann. Für eine Kontakt- und Kampfsportart wie Boxen wird dies nicht ganz einfach und naturgemäß anders aussehen, als etwa für Golf oder Reiten.

Zudem können Verschlechterungen des epidemiologischen Geschehens natürlich schnell wieder die Rücknahme von Lockerungen erfordern. Es kann also auch hier immer nur auf Sicht gefahren werden. Gerade daher ist es vernünftig und wichtig, in dieser Lage mit Vorsicht und Geduld vorzugehen.

Die Zahl der neuen Erkrankungen entwickelte sich zuletzt in Hamburg günstig. Das kann Hoffnungen machen, sollte aber nicht zu Übermut verleiten. (Quelle: Dashboard des Robert-Koch-Instituts, abgerufen am 30.04.2020)

Die Sponsoren der Boxabteilung des FC St. Pauli: