Unmissverständlich wies das IOC darauf hin, dass die IBA keine Rolle mehr spiele und Boxen nach aktuellem Stand für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles nicht Teil des Programms sei. Die nationalen Boxverbände müssten sich in einem neuen Weltverband organisieren.
Die Generalsekretärin des russischen Boxverbandes Tatyana Kiriyenko soll dies damit begründet haben, dass russische Boxer niemals unter neutraler Flagge starten würden, weil sie dabei das Gefühl hätten, ihr Land zu verraten.
Von der Boxwelt weitgehend unbemerkt hat sich offenbar in Berlin ein Verein gegründet, der sich nun unter dem Namen »German National Boxing Association e.V.« (GNBA) als neuer Boxverband ins Gespräch bringen will.
Der Ausschluss der IBA aus dem IOC und die Gründung eines neuen Weltverbandes soll zum Jahreswechsel Anlass sein, auf die organisatorischen Rahmenbedingungen unseres Sports zu schauen und über die mittelfristige Zukunft des olympischen Boxens zu spekulieren.
Anstehende Jahreswechsel sind Zeiten der Rück- und Ausblicke. Drei boxsportliche Thmen stehen hier und heute im Fokus: Ein hoffentlich letzter Rückblick auf Corona, ein Ausblick auf die Olympiaqualifikation und ein Fazit zu den 100. Deutschen Meisterschaften in Schwerin.
Am 09.12.2023 trafen die Mitgliedsverbände des vom Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ausgeschlossenen Boxweltverbandes zu ihrem regulären Weltkongress zusammen. Die Delegierten schlossen drei europäische Nationalverbände aus und nahmen u.a. drei Zwergverbände sowie Swiss Boxing auf.
Der neue Weltverband des olympischen Boxen World Boxing (WB) hatte am zurückliegenden Wochenende in Frankfurt am Main zu seinem ersten Weltkongress eingeladen. Eine Satzung wurde beschlossen, ein Finanzplan verabschiedet und alle Ämter durch demokratische Wahlen besetzt.
Am 16. November wird der Internationale Sportgerichtshof CAS die Beschwerde der IBA über die endgültige Suspendierung des Verbandes durch das IOC verhandeln. Beobachter räumen der Beschwerde der IBA allerdings nur geringe Erfolgsaussichten ein.
Der neue Weltverband »World Boxing« kann kurz vor seinem ersten regulären Weltkongress mit den Boxverbänden von Wales, Schottland, Surinam, den amerikanischen Jungferninseln und der Philippinen weitere fünf neue Mitgliedsverbände in seinen Reihen begrüßen.
Der neue Weltverband »World Boxing« darf sich offenbar doch über die erste afrikanische Mitgliedsnation freuen. Der Vizepräsident des nigerianischen Verbandes handelte offenbar unautorisiert und im Alleingang, als er den Beitritt seins Verbandes bestritt.