Der neue Weltverband des Boxens »World Boxing« gab am 20.10.2023 den Beitritt sechs weiterer nationaler Boxverbände bekannt, darunter mit Nigeria der erste Verband eines afrikanischen Landes. Doch ausgerechnet um diesen Beitritt gibt es widersprüchliche Äußerungen.
Anlässlich des außerordentlichen Kongress des asiatischen Kontinentalverbandes ASBC in Bangkok (Thailand) versammelten sich 35 der 43 Mitgliedsverbände am zurückliegenden Wochenende in der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Sie entschieden sich mit großer Mehrheit für einen Verbleib der ASBC in der IBA, bis das IOC einen anderen Weltverband enerkannt habe.
IOC-Präsident Thomas Bach stellte in Indien klar, dass es mit der IBA keinen olympischen Boxsport mehr geben werde. Dem neuen Weltverband »World Boxing« zeigte er anderthalb Monate vor seinem ersten Kongress eine Perspektive auf: Der müsse nun weitere Mitglieder gewinnen.
Mit Panama, Dänemark, der Mongolei und Französisch Polynesien haben sich jetzt weitere vier nationale Boxverbände »World Boxing« angeschlossen. Damit sind nun 16 Verbände in dem neu gegründeten Weltverband vertreten.
Der Qualifikationsprozess für das olympische Boxturnier in Paris 2024 ist im vollen Gange. Wir geben einen Überblick, welche Wege zum weltweit wichtigsten Boxturnier führen.
Eine turbolente Zeit in der Welt des olympischen Boxens: Der neue Weltverband »World Boxing« verkündete am 24. August sechs neue Mitgliedsnationen. Zugleich kehrt die Schweiz in die IBA zurück und in Irland kommt eine Satzungsänderung nicht zustande, die einen Anschluss an den neuen Verband ermöglichen würde.
Die Turniere sollen auch Sportler*innen und Offiziellen aus Verbänden offenstehen, die nicht mehr Mitglied der IBA sind oder deren Verbände nicht teilnehmen wollen. Das kann eine Sprengkraft entfalten – und ist womöglich genau so gedacht.
Die USA, Neuseeland, Australien, GB Boxing, England, die Niederlande und zuletzt Kanada haben ihre Mitgliedschaft in der IBA beendet, um ihr Boxen unter dem Dach des neuen Verbandes fortzusetzen. Weitere Nationalverbände dürften folgen.
»Boxing New Zealand« wird seine Mitgliedschaft in der IBA beenden und sich stattdessen dem neu gegründeten Weltverband »World Boxing« anschließen. Damit ist Neuseeland nach den USA und der Schweiz der dritte Boxverband, der der IBA den Rücken zuwendet.
Nur einen Tag nach der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), dem Weltverband des olympischen Boxens IBA endgültig die Anerkennung zu entziehen, werden international Absetzbewegungen deutlich erkennbar.