Trotz Coro­na-Pan­de­mie und sport­li­cher Ein­schrän­kun­gen Zuwachs in der Wettkampfgruppe

Fünf Sportler wurden neu in den Kader aufgenommen

Sport­lich betrach­tet war das zurück lie­gen­de Jahr wegen der Coro­na-Pan­de­mie auch für die Box­ab­tei­lung des FC St. Pau­li eine schwie­ri­ge Zeit. Im Febru­ar bestrit­ten Sport­ler ihre letz­te Wett­kämp­fe, bevor der März-Lock­down zuschlug und den Sport lahm legte.

Seit­dem und bis heu­te andau­ernd kann von einem auch nur halb­wegs gere­gel­ten Trai­nings­be­trieb nicht mehr die Rede sein. Die Sport­le­rin­nen und Sport­ler der Box­ab­tei­lung muss­ten sich kom­plett umstel­len: Im Kern blieb es beim kon­takt­frei­en Aus­dau­er­sport und Tech­nik­trai­ning an der fri­schen Luft.

Abb. oben: In den Bespre­chun­gen wur­de auch auf die letz­ten 12 Mona­te zurück­ge­schaut, in denen die Coro­na-Pan­de­mie mit ihren Wel­len die sport­li­chen Mög­lich­kei­ten stark begrenzte.

Sport­lich waren die letz­ten 12 Mona­te schwierig

Nur für kur­ze Zeit konn­ten die Wett­kampf­sport­ler im Spät­som­mer unter stren­gen Hygie­ne­re­geln und in einer stark ver­klei­ner­ten Grup­pe wie­der ins Kon­takt­trai­ning ein­stei­gen. Sie hät­ten die Vor­hut bil­den sol­len, der dann im Herbst die ande­ren Trai­nings­grup­pen in den Kon­takt­sport und zurück in die Sport­hal­le gefolgt wären – mit zuvor in der Pra­xis erprob­ten und ein­ge­spiel­ten Schutz­maß­nah­men und in ver­klei­ner­ten Gruppen.

Doch das rapi­de anstei­gen­de Infek­ti­ons­ge­sche­hen der zwei­ten Wel­le mit dem bald fol­gen­den zwei­ten Lock­down mach­te die erneu­te Ein­stel­lung des orga­ni­sier­ten Sport­be­triebs zwingend. 

Doch aus­ge­rech­net unter die­sen schwie­ri­gen sport­li­chen Bedin­gun­gen der letz­ten zwölf Mona­te wuchs das Inter­es­se an der Wett­kampf­grup­pe, so dass in der letz­ten Woche fünf neue Sport­ler in den Kader auf­ge­nom­men wer­den konn­ten. Dies geschah im Rah­men von gut ein­stün­di­gen Ein­zel­ge­sprä­chen, zu denen die bestehen­den und die künf­ti­gen neu­en Wett­kämp­fer an zwei Tagen hin­ter­ein­an­der ein­ge­la­den wurden.

Moti­vier­ter Zuwachs konn­te sich bereits beweisen

»Es ist klas­se, dass wir uns der Pan­de­mie zum Trotz in die­sem Bereich ver­stär­ken konn­ten. Jetzt könn­te man natür­lich die Fra­ge stel­len, wie belast­bar sol­che Ent­schei­dun­gen für den Wett­kampf­sport sind, wenn kaum rich­tig trai­niert wer­den konn­te und Wett­kämp­fe in nächs­ter Zeit auch nicht mög­lich sind«, kom­men­tiert Trai­ner Ralf Elfe­ring den Zuwachs in der Wett­kampf­grup­pe, fährt aber fort:

»Die betref­fen­den Sport­ler haben sich aller­dings über einen län­ge­ren Zeit­raum hin­weg der Sache ange­nä­hert, hat­ten im Spät­som­mer auf Ein­la­dungs­ba­sis bereits das Trai­ning der Wett­kämp­fer mit­ge­macht und auch im Okto­ber am Trai­nings­la­ger teil­ge­nom­men. Sie wis­sen also schon, wor­auf sie sich ein­las­sen und ich konn­te mir auch ein gutes Bild von ihnen machen. Schluss­end­lich muss man aber auch sagen: Wer dem Sport und dem Ver­ein in einer sol­chen Pha­se dis­zi­pli­niert die Treue hält, zeigt allein dadurch schon ein hohes Maß an Moti­va­ti­on und Einsatz.«

Ver­ständ­nis für die auch künf­tig noch zu erwar­ten­den sport­li­chen Ein­schrän­kun­gen braucht Infor­ma­ti­on: Bei den Bespre­chun­gen erhiel­ten die Sport­ler in einer Prä­sen­ta­ti­on daher ein­lei­tend ein Update zum aktu­el­len Stand der Pan­de­mie und einen Aus­blick auf die bevor­ste­hen­den, wahr­schein­lich noch ein­mal sehr har­ten Wochen. Ins­be­son­de­re die Muta­tio­nen und ihre Rol­le in der anrol­len­den drit­ten Wel­le waren ein Schwer­punkt in die­sem ers­ten Teil des Vortrags.

Abb. oben: In der ein­lei­ten­den Prä­sen­ta­ti­on wur­de das aktu­el­le pan­de­mi­sche Gesche­hen anschau­lich erklärt. Hier die unter­schied­li­chen R‑Werte von Viren und ihre Rol­le in einer Pandemie.

Wie­der Trai­nings­ver­pflich­tung für Wettkämpfer

Trotz der schwie­ri­gen Aus­sich­ten mar­kier­ten die Bespre­chun­gen für die gewach­se­ne Wett­kampf­grup­pe zugleich die Wie­der­auf­nah­me des gesteu­er­ten und ver­pflich­ten­den Trainings.

Daher wur­de die im Rah­men der Bespre­chun­gen auch die mehr­stu­fi­ge Trai­nings­pla­nung der kom­men­den Mona­te vor­ge­stellt, die in sechs Pha­sen zurück zum Wett­kampf­sport füh­ren soll. Dabei sind alle Pha­sen in Reak­ti­on auf die pan­de­mi­schen Ent­wick­lun­gen im gewis­sem Maße ver­kürz- oder ver­län­ger­bar, so dass sich ins­be­son­de­re zum Ende hin star­ke zeit­li­che Anpas­sungs­g­mög­lich­kei­ten ergeben.

»Natür­lich kann es in die­ser aku­ten Pha­se der Pan­de­mie noch nicht um Kon­takt­sport gehen«, erläu­tert der Trai­ner. »Jetzt ste­hen erst ein­mal die Grund­la­gen­aus­dau­er und Gewichts­klas­sen­zie­le auf dem Pro­gramm. Genau das lässt sich jetzt bes­tens machen. Dazu kommt: Die Sport­ler müs­sen sich nach den Mona­ten des frei und selbst orga­ni­sier­ten Trai­nings auch erst mal wie­der an fes­te Struk­tu­ren gewöhnen.«

Die Sport­ler müs­sen in den kom­men­den Wochen ein Pro­gramm ver­pflich­ten­der Läu­fe absol­vie­ren, deren Daten über eine App auf­ge­zeich­net und anschlie­ßend aus­ge­wer­tet wer­den. Dabei geht es in der ers­ten Pha­se erst ein­mal um Grund­la­gen­aus­dau­er, in der anschlie­ßen­den Pha­se um spe­zi­el­le Aus­dau­er. Auch das Gewicht wird regel­mä­ßig auf­ge­zeich­net. Wo es grö­ße­re Gewichts­klas­sen­zie­le gibt, kann mit einer Ernäh­rungs­be­ra­tung unter­stützt wer­den. Spä­ter fol­gen Trai­nings­pha­sen, in denen eine Arbeit in Grup­pen wie­der vor­ge­se­hen ist, noch spä­ter dann mit Kontakt.

Was das spä­te­re Trai­ning in Grup­pen und mit Kon­takt betrifft, soll die Wett­kampf­grup­pe wie­der den Weg für die ande­ren Trai­nings­grup­pen berei­ten. Hier besteht nun die gro­ße Hoff­nung, dass die Ent­wick­lun­gen zurück zu einer grö­ße­ren sport­li­chen Nor­ma­li­tät nach die­ser aktu­ell anwach­sen­den drit­ten Wel­le vor allem wegen fort­schrei­ten­der Imp­fun­gen linea­rer ver­läuft als im letz­ten Jahr.

Die Spon­so­ren der Box­ab­tei­lung des FC St. Pauli: