Der Niederländer Boris van der Vorst steht für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Im Weltverband des olympischen Boxens World Boxing steht daher im November ein Wechsel an der Spitze bevor.
World Boxing hat eine Richtlinie zum Umgang mit und zur Bestimmung der geschlechtlichen Identität von Boxerinnen und Boxern veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass der Verband den Sport ausschließlich in weiblichen und männlichen Geschlechtskategorien organisiert. Transgender-Personen müssten in der Geschlechtskategorie starten, der sie nach Sicht des Verbandes bei Geburt angehört haben.
29 Nationalverbände hatten insgesamt 250 Athlet*innen (143 Männer und 107 Frauen) in die kasachische Hauptstadt Astana entsandt. Vor der WM im September in Liverpool bot das Turnier die Möglichkeit einer sportlichen Standortbestimmung.
World Boxing konnte 17 neue Verbände an sich binden und zählt nun 106 Mitglieder. Darunter boxerische Schwergewichte wie Kuba und Irland. Für die bevorstehenden Weltmeisterschaften im September in Liverpool ist das ein gutes Zeichen. Das Turnier verspricht hochkarätig zu werden.
Am 12. April 2025 beschloss der irische Nationalverband des olympischen Boxens IABA auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mit fast 100%er Zustimmung eine Änderung seiner Satzung, die nun den Beitritt zum neuen Weltverband des olympischen Boxens World Boxing ermöglicht.
Bei den kommenden Sommerspielen werden 248 Boxerinnen und Boxer starten können – exakt dieselbe Zahl wie 2024 in Paris. Der Boxsport konnte damit einen weiteren Bedeutungsverlust vermeiden.
World Boxing (WB) wächst und wächst: Nun sind Bulgarien, Ghana, Sierra Leone, die Bahamas und Albanien dem neuen Weltverband beigetreten. Insgesamt haben sich damit Ende März 2025 schon 89 nationale Boxverbände dem 2023 gegründeten Verband angeschlossen.
Sportlich und sportpolitisch fallen vor allem die Beitritte von China, der Türkei und des Sudans ins Gewicht. Chinas Beitritt wirkt einer politischen Spaltung der olympischen Boxwelt in Ost und West entgegen. Der Sudan als neues Mitglied stärkt das Standing des neuen Verbandes in Afrika.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat heute am 26. Februar den neuen Weltverband des olympischen Boxens World Boxing vorläufig anerkannt. Die Entscheidung fiel einstimmig auf der online durchgeführten Versammlung des »Executive Board« des IOC und noch vor dem bevorstehenden Wechsel an der Spitze des IOC.
Der Februar ist noch nicht zu Ende, aber World Boxing kann allein in diesem Monat bis jetzt schon auf 10 neue Mitgliedsverbände verweisen. Unter anderem ein Erfolg der eifrigen Reisediplomatie des Niederländers Boris van der Vorst, der aktuell mehr Bonusmeilen sammeln dürfte als mancher Außenminister.