Die IBA (früher AIBA) ist 2024 bei den kommenden Olympischen Spielen in Paris wieder ausgebootet worden. Es wird geboxt, aber ohne den Weltverband des olympischen Boxens. Ein einmaliger Vorgang in der Geschichte des olympischen Sports.
Der Internationale Sportgerichtshof entschied zugunsten des Niederländers Boris van der Vorst, dem von einer Kommission der IBA die Kandidatur zur Präsidentschaft des Verbandes untersagt worden war.
Der amtierende russische IBA-Präsident wurde wiedergewählt, nachdem der einzige Gegenkandidat durch eine Kommission des Verbandes für unwählbar erklärt wurde.
Das IOC versendete kurz vor dem Weltkongress der IBA und der Wahl eines neuen Präsidenten einen Brief an die IBA und an alle nationalen Mitgliedsverbände der IBA. Das Schreiben stellt dem Weltverband ein vernichtendes Zeugnis aus.
Im Rahmen der bevorstehenden Weltmeisterschaft der Frauen in Istanbul wird am 13. und 14. Mai auch ein IBA-Weltkongress durchgeführt. Die wohl wichtigsten Tagesordnungspunkte sind die Neuwahlen des IBA-Präsidenten und die Neuwahlen zum Verbandsvorstand (»Board of Directors«).
Der kubanische Boxverband geht eine Kooperation mit dem Profiboxen ein. Bereits für 2022 sind Profiveranstaltungen mit kubanischen Boxern geplant. Die Entscheidung der Weltmacht des olympischen Boxsports markiert einen Paradigmenwechsel.
Die IBA verurteilte den Bruch des Olympischen Friedens und die »militärischen Aktivitäten« gegen die Ukraine. Athlet*innen und Funktionär*innen aus Russland und Belorus sollen nicht mehr zu internationalen Wettbewerben zugelassen werden.
Wegen des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine fordern 12 Mitgliedsverbände von der IBA und ihrem russischen Präsidenten, dass der Verband die vom IOC verlangten Sanktionen umsetzt und sich von Sponsor Gazprom trennt.
Die Weltmeisterschaften der Frauen wurden ein weiteres Mal verschoben. Sie sollen nach aktuellem Planungsstand nun am 21. Mai in Istanbul (Türkei) beginnen.
Das IOC veröffentlichte einen aktuellen Zwischenbericht zum Stand der Reformen in der AIBA. Es warnt darin den Boxverband u.a. vor einer Abhängigkeit vom russischen Staatskonzern Gazprom.