Thailand, Kirgistan, Belgien, Irak, Litauen, Andorra und Madagaskar haben sich nun jenem Weltverband angeschlossen, der angetreten ist, die olympische Zukunft des Boxsports zu sichern. Weitere dürften in Kürze folgen.
Die jungen Frauen und Männer der Altersklasse U19 boxen in diesem Oktober um die Medaillen und die Weltmeistertitel in den verschiedenen Gewichtsklassen. Zum ersten Mal in der Geschichte des olympischen Boxens tun sie das allerdings nahezu zeitgleich im Rahmen zweier verschiedener Turniere. Über die neue Unübersichtlichkeit im olympischen Boxen.
Die Satzung der IABA schreibt bislang die Mitgliedschaft in der IBA vor. Ein erster Versuch, dies zu ändern, scheiterte im Augst 2023 knapp an den hohen Hürden einer Satzungsänderung. Nun wird ein zweiter Anlauf unternommen.
Die Nationalen Olympischen Komitees sollen solchen Boxverbänden die Anerkennung entziehen, die noch der IBA angehören. Damit steigt der Druck, sich »World Boxing« anzuschließen, wenn man die Zukunft des eigenen Nationalverbandes und des Boxsports als Teil der Olympischen Spiele sichern will.
Das schweizerische Bundesgericht hat offenbar die Klage der IBA gegen den Internationalen Sportgerichtshof CAS abgewiesen. Die Entscheidung markiert für den neuen Weltverband »World Boxing« einen weiteren Meilenstein auf seinem Weg zu einer möglichen Anerkennung durch das IOC.
Auf einer außerordentlichen Delegiertenversammlung in Glatbrugg bei Zürich hat SwissBoxing am 31. August 2024 mehrheitlich die Rückkehr zu World Boxing beschlossen. Der schweizerische Nationalverband des olympischen Boxens scheint damit eine Periode wechselnder Zugehörigkeiten zu einem Abschluss zu bringen.
Auf einem außerordentlichen Kongress der ASBC stimmten die Mitglieder über einen Wechsel von der IBA zu World Boxing ab. Die Mehrheit sprach sich dabei für einen Verbleib in der IBA aus. Insgesamt zeigt sich der Verband aber gespalten, so dass künftig weitere individuell betriebene Beitritte zu World Boxing wahrscheinlich sein dürften.
Der neue Weltverband World Boxing vermeldet den Beitritt fünf neuer Nationalverbände des olympischen Boxens: Taiwan, Pakistan, Bhutan, Fiji und Ecuador sind die neuen Mitglieder. 42 Verbände haben sich damit Mitte August 2024 unter dem Dach des neuen Weltverbandes organisiert.
Der neue Weltverband World Boxing vermeldet den Beitritt weiterer vier Nationalverbände des olympischen Boxens: Italien, Südkorea, die Bahamas und die Cayman Inseln haben sich dem neuen Verband angeschlossen. Damit ist die Zahl der World Boxing angeschlossenen Nationalverbände auf nunmehr insgesamt 37 gewachsen.
Der kasachische Ausnahmeboxer Gennadi Golowkin ist nicht nur ein Aushängeschild des kasachischen Boxens, sondern auch Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Kasachstans. Seine Empfehlung, dass Kasachstan sich dem neunen Weltverband World Boxing anschließen solle, wird in der zentralasiatischen Republik sicherlich aufmerksam zur Kenntnis genommen werden.