Englischer Boxverband für mehr Diversität und gegen Rassismus

Die Tötung George Floyds war Anlass, die eigenen Strukturen zu prüfen

Der englische Boxverband »England Boxing« will sich künftig für mehr Diversität und Chancengleichheit im Boxsport einsetzen und seine Aktivitäten gegen Rassismus steigern. Er bezieht sich dabei auf eine Erklärung des Verbandes aus dem Juli, die unter dem Eindruck der Tötung des schwarzen US-Amerikaners George Floyd am 25. Mai 2020 in Minneapolis (USA) durch einen Polizisten verfasst wurde.

»Wir stehen für Vielfalt und gegen Rassismus«

»Obwohl wir stolz auf unsere Vielfalt sind, erkennen wir, dass wir mehr tun können und müssen«, erklärte der Verband damals. »Wir sind verpflichtet, die Kraft des Boxsports zu nutzen, um das Miteinander zu fördern und für alle integrativer zu sein. Wir stehen für Vielfalt und gegen Rassismus.«

Zusammen mit 120 anderen Organisationen hatte »England Boxing« Anfang Juli eine Erklärung der »Sport and Recreation Alliance« zur Bekämpfung von Ungleichheit unterzeichnet. In der Folge wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich eine Überprüfung der Richtlinien, Verfahren und Arbeitsweisen zum Ziel nahm, um festzustellen, wo möglicherweise Diskriminierungen bestehen.

Nur im Ring divers, nicht aber bei Trainern und Funktionären

Die Arbeitsgruppe legte nun erste Ergebnisse vor: Erhobene Diversity-Zahlen zeigten, so die Arbeitsgruppe, dass im englischen Boxverband Mitglieder schwarzer oder asiatischer Abstammung oder auch andere ethnische Minderheiten mit 18,8% stärker vertreten seien als im nationalen Durchschnitt (13%). Unter Trainern und Funktionären seien sie jedoch deutlich unterrepräsentiert.

Um dies zu ändern, sollen nun die Richtlinien und Verfahrensweisen auf den Prüfstand gestellt werden: »England Boxing« will zukünftig nicht nur im Ring diverser sein als der Landesschnitt, sondern auch im Bereich der Trainer und Verbandsfunktionäre.


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