Italienischer Boxverband FPI distanziert sich von mutmaßlichen Totschlägern

Einer der Tatverdächtigen gehörte bis 2018 dem Boxverband an

Der italienische Boxsport-Verband FPI (»Federazione Pugilistica Italiana«) nahm unlängst Stellung zu einem Verbrechen, über das zur Zeit in Italien viel berichtet wird: In der Nacht von Samstag, den 6. September auf Sonntag, den 7. September wurde ein 21 Jahre junger Mann in der Kleinstadt Colleferro unweit von Rom getötet.

Nächtlicher Streit unweit Roms

Unter Tatverdacht stehen 4 oder möglicherweise 5 junge Männer, von denen vier im Alter zwischen 22 und 26 Jahren festgenommen werden konnten.

Nach Aussagen der Polizei soll es zwischen einem Freund des Getöteten und den mutmaßlichen Tätern zu einem Streit gekommen sein. Als das Opfer seinem Freund zu Hilfe kommen wollte, hätten sich die Angreifer gegen den 21-jährigen gewendet und ihn durch Schläge getötet.

Einer der Täter boxte im italienischen Verband

Der italienische Boxverband sah sich in dieser Angelegenheit zu einer Stellungnahme veranlasst, weil die mutmaßlichen Täter offenbar Kampfsportler waren und einer von ihnen für kurze Zeit bis 2018 dem italienischen Boxverband angehörte.

Der Präsident des italienischen Boxverbandes erklärte in einer Stellungnahme: »Wenn es jemanden gab, der in dieser Nacht für die Werte des Boxsports stand, war es der arme Willy.«

Spekulationen über möglichen rassistischen Tathintergrund

In der Diskussion der Geschehnisse taucht auch die Frage nach einem möglicherweise rassistischen Hintergrund des Verbrechens auf: Das Opfer war kapverdischer Herkunft und von dunkler Hautfarbe, und die mutmaßlichen Täter werden mit der rechtsextremistischen Szene der Gegend in Verbindung gebracht.

Eine Deutung, der die Polizei widersprach, die in der Tat eher eine eskalierte Auseinandersetzung junger Männer sieht.

Die Sponsoren der Boxabteilung des FC St. Pauli: