Am vergangenen Montag kam es in Lausanne zu ersten offiziellen Gesprächen zwischen dem neuen Weltverband des olympischen Boxens »World Boxing« und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC).
Die ASOIF (Association of Summer Olympic International Federations) beschloss den Ausschluss der IBA und folgte damit erwartungsgemäß der Entscheidung der IOC-Session zur endgültigen Suspendierung der IBA im Sommer 2023. Wächst damit die Erkenntnis der IBA, mit der olympischen Zukunft des Boxens nichts mehr zu tun zu haben?
Das Internationale Olympische Komitee (IOC), die IBA und der neue Weltverband »World Boxing« reagierten auf die Entscheidung des Sportgerichtshofes nun mit ersten Stellungnahmen. Dabei setzte das IOC erstmalig eine Frist. Wir fassen die Stellungnahmen zusammen.
Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) wies heute am 2. April 2024 die Beschwerde des Boxverbandes gegen seinen Ausschluss aus dem Kreis der olympischen Sportverbände endgültig ab. Rechtsmittel dagegegn sind nur noch aus formalen Gründen möglich. World Boxing dürfte nun Aufwind bekommen.
Unmissverständlich wies das IOC darauf hin, dass die IBA keine Rolle mehr spiele und Boxen nach aktuellem Stand für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles nicht Teil des Programms sei. Die nationalen Boxverbände müssten sich in einem neuen Weltverband organisieren.
Die Generalsekretärin des russischen Boxverbandes Tatyana Kiriyenko soll dies damit begründet haben, dass russische Boxer niemals unter neutraler Flagge starten würden, weil sie dabei das Gefühl hätten, ihr Land zu verraten.
Von der Boxwelt weitgehend unbemerkt hat sich offenbar in Berlin ein Verein gegründet, der sich nun unter dem Namen »German National Boxing Association e.V.« (GNBA) als neuer Boxverband ins Gespräch bringen will.
Der Ausschluss der IBA aus dem IOC und die Gründung eines neuen Weltverbandes soll zum Jahreswechsel Anlass sein, auf die organisatorischen Rahmenbedingungen unseres Sports zu schauen und über die mittelfristige Zukunft des olympischen Boxens zu spekulieren.
Am 09.12.2023 trafen die Mitgliedsverbände des vom Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ausgeschlossenen Boxweltverbandes zu ihrem regulären Weltkongress zusammen. Die Delegierten schlossen drei europäische Nationalverbände aus und nahmen u.a. drei Zwergverbände sowie Swiss Boxing auf.
Der neue Weltverband des olympischen Boxen World Boxing (WB) hatte am zurückliegenden Wochenende in Frankfurt am Main zu seinem ersten Weltkongress eingeladen. Eine Satzung wurde beschlossen, ein Finanzplan verabschiedet und alle Ämter durch demokratische Wahlen besetzt.