Die 33. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit endeten am 11. August mit der Abschlussfeier im Pariser Stade de France. Seitdem das Olympische Feuer in Paris erloschen ist, ist also nun einige Zeit vergangen. Aus der Distanz wollen wir einen Rückblick auf das Boxturnier wagen.
Der Vorstand des des französischen Boxverbandes »FFBoxe« schiebt den Wechsel seines Verbandes von der IBA zu World Boxing an. Am 14. Dezember wird man eine entsprechende Vorstandsentscheidung der Mitgliederversammlung zur Bestätigung vorlegen.
Usbekistan ist dem neuen Weltverband beigetreten. In Paris hatte Usbekistan das Boxturnier der olympischen Sommerspiele dominiert: In 5 von 7 Gewichtsklassen der Männer erkämpften sie Goldmedaillen und stellten damit ihre boxsportliche Klasse unter Beweis.
Thailand, Kirgistan, Belgien, Irak, Litauen, Andorra und Madagaskar haben sich nun jenem Weltverband angeschlossen, der angetreten ist, die olympische Zukunft des Boxsports zu sichern. Weitere dürften in Kürze folgen.
Die jungen Frauen und Männer der Altersklasse U19 boxen in diesem Oktober um die Medaillen und die Weltmeistertitel in den verschiedenen Gewichtsklassen. Zum ersten Mal in der Geschichte des olympischen Boxens tun sie das allerdings nahezu zeitgleich im Rahmen zweier verschiedener Turniere. Über die neue Unübersichtlichkeit im olympischen Boxen.
Mit zwei überzeugenden Punktsiegen für Julius Theen und Mustafa Hemati am Samstag in Niedersachsen und Sparring am Sonntag in Nordrhein-Westfalen war das Wochenende reich an Erfolgen und Erfahrung.
Die Satzung der IABA schreibt bislang die Mitgliedschaft in der IBA vor. Ein erster Versuch, dies zu ändern, scheiterte im Augst 2023 knapp an den hohen Hürden einer Satzungsänderung. Nun wird ein zweiter Anlauf unternommen.
Mustafa erwies sich zwar als der überlegenere Techniker und Taktiker, der mit guter Beinarbeit den Raum kontrollierte. Doch sein Gegner gewann am Ende mit der Massivität eines über 30-jährigen Mannes den Kampf.
Die Nationalen Olympischen Komitees sollen solchen Boxverbänden die Anerkennung entziehen, die noch der IBA angehören. Damit steigt der Druck, sich »World Boxing« anzuschließen, wenn man die Zukunft des eigenen Nationalverbandes und des Boxsports als Teil der Olympischen Spiele sichern will.
Das schweizerische Bundesgericht hat offenbar die Klage der IBA gegen den Internationalen Sportgerichtshof CAS abgewiesen. Die Entscheidung markiert für den neuen Weltverband »World Boxing« einen weiteren Meilenstein auf seinem Weg zu einer möglichen Anerkennung durch das IOC.