Unter dem Ein­druck der in Euro­pa und in Deutsch­land ein­tref­fen­den Geflüch­te­ten haben die Mit­glie­der der Box­ab­tei­lung auf der Abtei­lungs­ver­samm­lung des Jah­res 2015 ein­stim­mig den Start eines abtei­lungs­in­ter­nen Refu­gees-Pro­jekt beschlos­sen, das Geflüch­te­ten eine kos­ten­lo­se Mit­glied­schaft anbietet. 

In der Abtei­lungs­ver­samm­lung 2019 haben wir – wie­der ein­stim­mig – beschlos­sen, das Pro­jekt noch ein­mal aus­zu­wei­ten und mehr Geflüch­te­ten eine kos­ten­lo­se Mit­glied­schaft anzubieten.

Damit will die Box­ab­tei­lung ihren klei­nen Anteil dar­an leis­ten, dass Geflüch­te­te in Ham­burg Fuß fas­sen – in der fes­ten Über­zeu­gung, dass gemein­sa­me Inter­es­sen und ein geleb­tes Mit­ein­an­der eine Basis für gegen­sei­ti­ges Ken­nen­ler­nen dar­stel­len. Mit Absicht bil­den die Geflüch­te­ten daher kei­ne eige­ne, sepa­ra­te Trai­nings­grup­pe. Unser Ziel ist, mit­ein­an­der statt neben­ein­an­der zu trainieren.

Seit­dem haben vie­le Geflüch­te­te (v.a. aus Afgha­ni­stan und aus Syri­en) in der Box­ab­tei­lung des FC St. Pau­li eine neue sport­li­che Hei­mat gefun­den und unser Abtei­lungs­le­ben sport­lich wie mensch­lich sehr berei­chert. Freund­schaf­ten sind ent­stan­den, eini­ge ver­tre­ten den FC St. Pau­li bereits als Wett­kämp­fer im Ring.

Rah­men­be­din­gun­gen unse­res Refugee-Projektes:
  • Die Geflüch­te­ten woh­nen noch in einer Sam­mel­un­ter­kunft oder sie oder ihre Eltern bezie­hen noch Leis­tun­gen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.
  • Die Geflüch­te­ten nut­zen die­ses Ange­bot mehr oder weni­ger regel­mä­ßig bzw. hal­ten in Ver­hin­de­rungs­fäl­len Kon­takt zum Verein.
  • Die Anteil der so geför­der­ten Mit­glie­der darf 15% der zah­len­den Mit­glie­der nicht über­stei­gen, damit die finan­zi­el­le Leis­tungs­fä­hig­keit der Box­ab­tei­lung erhal­ten bleibt.
Die Posi­ti­on des Ver­eins und sei­nes Umfel­des ist unüber­seh­bar: In der Nord­kur­ve des Mil­l­ern­tor­sta­di­ons steht mit gro­ßen Buch­sta­ben, was auch die Box­ab­tei­lung des FC St. Pau­li teilt.